Machbarkeitsstudie Weinbergsbewässerung und LandschaftsseeMachbarkeitsstudie Weinbergsbewässerung und LandschaftsseeMachbarkeitsstudie Weinbergsbewässerung und Landschaftssee

Stadt Iphofen

Daten & Fakten

Fachbereiche:

Landschaftsarchitektur, Wasserversorgung

Auftraggeber:

Stadt Iphofen

Projektbeschreibung

Mit der zunehmenden globalen Erwärmung und den damit verbundenen Klimaveränderungen zeichnen sich unter anderem auch nachhaltig negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft ab. Nach Prognosen von Klimaforschern der Universität Würzburg werden insbesondere die Rebflächen im Keuper von den Auswirkungen besonders betroffen sein. Um diesen Auswirkungen begegnen zu können, wurde von BAURCONSULT bereits im Jahr 2009 eine Machbarkeitsstudie für die Bewässerung der fränkischen Rebflächen im Keuper im Auftrag der Projektgruppe "Bewässerung der Keuperstufe" im Fränkischen Weinbauverband erstellt. Darauf aufbauend wird seit dem Jahr 2011 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt Iphofen die Bewässerung der wichtigsten Iphöfer Weinbergslagen Julius-Echter-Berg, Kronsberg und Kalb mit einer Gesamtfläche von ca. 262 ha genauer geprüft. Da auf Grund geologischer Bedingungen im Gemeindegebiet weder oberirdisch noch unterirdisch geeignete Wasserqualitäten und -quantitäten gefunden werden konnten, ist es geplant das notwendige Bewässerungswasser aus dem Main beizuleiten. Hierfür ist es vorgesehen, über ein Pumpwerk und eine Fernwasserleitung das Wasser im Winterhalbjahr vom Main in einen großen Speichersee westlich von Iphofen zu pumpen und dort zu bevorraten. Das Volumen des Sees wird auf einen ermittelten maximalen Bewässerungs- Jahresbedarf von ca. 150.000 m3 zuzüglich Reserven ausgelegt. Von dort wird das Wasser über Haupt- und Verteilerleitungen in den Weinbergen verteilt, wo es zielgerichtet über Tropfschläuche den Reben zur Verfügung gestellt werden kann. Durch die Einteilung von Bewässerungseinheiten und entsprechend dimensionierten Leitungen ist es möglich, sämtliche betrachteten Weinbergslagen im Rhythmus von 7 Tagen einmal komplett zu bewässern oder dem Bedarf entsprechend bestimmte Bewässerungsgänge zu wiederholen. Das Ziel der geplanten Bewässerung ist die kontrollierte und sparsame Wassergabe im klimatischen Extremfall, um den größten Trockenstress der Reben abzumildern und somit die Winzer vor existenzbedrohenden Ernteverlusten zu bewahren. 

 

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